Gesellschaftliche Normen

Hier in der Reha werde ich zur Zeit angefeindet. Ich bekomme böse Blicke, oder es wird hinter meinem Rücken gelästert, sie trauen sich aber nicht es mir ins Gesicht zu sagen. Ich finde es nicht schlimm und werde mich dem Gruppenzwang nicht unterwerfen. Viele erfüllen nur die gesellschaftlichen Erwartungen und handeln somit nur stets wie die anderen es wollen. Das habe ich auch gemacht ohne zu hinterfragen, einfach nur das gemacht was alle gemacht haben, obwohl die meisten Menschen am Sterbebett bereuen, dass sie den Mut nicht hatten ihr eigenes Leben zu leben. Dass will ich auf jeden Fall vermeiden. Zugegeben es erfordert schon viel Mut vor allem, weil die Menschen dich zurück in die Box trängen wollen. Das zeigt aber nur ihre eigene Angst und ihre Unzufriedenheit. Wenn man nur das macht was alle machen, ohne aus eigener Überzeugung zu handeln, kann man meiner Meinung nach früher oder später auch nur unzufrieden werden. Ich hinterfrage zur Zeit öfter mein handeln und mache eben nicht nur Dinge, weil jeder sie so macht. Warum denken viele dass die Mehrheit eher Recht hat, anstatt auf seiner eigenen Meinung zu vertrauen? Ich denke wenn ich ehrlich bin, dass ich eher mit meinem Handeln recht habe, als die Mehrheit haha Ich beuge mich auf jeden Fall gerade nicht mehr dem Druck 😉 das heißt aber nicht dass ich alle Normen schlecht finde. Ich lasse Menschen, solange man andere nicht verletzt so handeln wie sie es möchten. Ich nehme mir es nicht heraus über andere zu bestimmen, was sie zu tun haben.

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Ich versuche selber nachzudenken

„Habe den Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“.
Alsooo ich weiß nicht, ich bin ein bisschen irritiert. Von was? Von den ganzen Vorschriften, wie man zu denken hat, was man haben sollte, wie man zu sein hat etc. Die Medien, die Gesellschaft, Fernsehen etc. stellen Unmengen an Regeln und Glaubenssätze auf, die ich teilweise nicht gut finde. Ich finde nicht alle Regeln schlecht, schließlich braucht man Einige z.B zum sicheren und friedlichen Zusammenleben und vor allem die Regel, dass man Andere so behandeln sollte, wie man selbst gern behandelt werden würde, mag ich sehr gerne. Aber andere übernommene Glaubensätze wie z.B. dass man viel Geld braucht, gutes Aussehen und einen Partner etc um was Wert zu sein, nerven und behindern mich auch in meiner Zufriedengeit sehr. Derzeit habe ich weder viel Geld noch einen Partner. Ich will mich aber auch nicht unter Druck setzen lassen und schnell Geld verdienen bevor ich auf die Beine gekommen bin und hab vor später nur Teilzeit zu arbeiten. Auch will ich mir auch nicht irgendjemand als Partner suchen, nur weil es alle machen. Zugenommen habe ich durch die Tabletten auch und fühle mich unwohler. Eigentlich finde ich aber dass das Aussehen nicht entscheidend ist, sondern der Charakter und finde, dass man sich seinen Wert davon nicht abhängig machen sollte. Mich nervt auch überall die Werbung, die einen beeinflussen will und das Gefühl geben will, dass man das Produkz jetzt braucht.
Ich habe das Gefühl, dass viele davon profitieren, wenn man die Menschen unzufrieden macht, damit mdie viel konsumieren. Die Nachrichten verbreiten auch nur Angst etc.
Ich habe früher sehr wenig eigenständig nachgedacht und hinterfragt, sondern z.B. nur auf Autoritätspersonen gehört und das gemacht was sie wollten. Ich finde daran nichts schlimm, schließlich zeigt es nur unsere Herzen, dass man dazugehören und sozial anerkannt werden und geliebt werden möchte. Auch ist es bequemer und einfacher und wenn man dazugehört und Anerkennung bekommt, denn ich finde es fühlt sich toll an. Ich glaube viele Menschen machen sehr vieles mit um anerkannt zu werden (Trends, Marken) und ansich ist es ja auch voll süß wie liebebedürftig wir sind;) Jetzt aber will ich selbstständig denken und auch mal kritisch hinterfragen und nicht alles mitmachen denn ich will einfach keine Marionette sein, für die Menschen die unser Verlangen nach Zugehörigkeit und Liebe ausnutzen. 🙂 das heißt nicht dass ich jede Regel brechen werde, schließlich mag ich es sozial anerkannt zu sein aber ich will meine eigenen Werte haben und bewusst an das Glauben, was mich auch weiterbringt und mich glücklich und zufrieden macht. Das ist aber echt schwer und wird durch die soziale Konditionierung seit Kindesalter ein langer Prozess sein 🙂
Ich jedenfalls finde dass wir alle sehr wertvoll aind und hoffe dass ihr euch auch so fühlt. Fühlt euch gesrückt
Lien

Mehr Lässigkeit :)

Zu meiner Geschichte: Ich habe eig mein ganzes Leben lang geleistet. Ich hab als ich 16 war neben der Schule meinen ersten 400 Euro Job gehabt und davor war ich mit 14 Zeitungen austragen. Mit 18 hab ich mein Abi gemacht und gleich danach an einer renonierten Uni (Tu-München) studiert und am Wochenende gearbeitet. Es lief auch alles bis ich vor drei Jahren erkrankt bin. Ich bin mit dem Leistungsdruck aufgewachsen und der Leistungsdruck ist schon tief in mir verankert, würd ich sagen.
Seit April diesen Jahres bekomme ich Hartz 4. Am Anfang wollte ich garkein Hartz 4 beziehen und fand es unamgenehm, aber jetzt schäme ich mich nicht mehr dafür. Ich bin halt einfach krank und kann noch nicht arbeiten, was ist daran schlimm Hartz 4 zu bekommen, wenn man noch nicht arbeiten kann frage ich mich? Ich mache gerade eine Reha (derzeit medizinisch danach beruflich) und will so ja wieder auf die Beine kommen und wieder arbeiten, aber ich lasse mir halt auch meine Zeit um auf die Beine zu kommen und kann halt noch nicht leisten. Auch bin ich zugegebener Maßen faul geworden haha (ich war aber eig schon immer so dass ich nur das absolut Nötigste gemacht hab und für mich gibts eig nicht Faulheit sondern immer einen Grund dahinter). In Deutschland ist gleich immer so verpönt mal zu sagen, dass man faul ist und es wird sofort verurteilt, aber was ist daran bitte schön so schlimm? Ich finde man kann auch mal versuchen das Leben leichter zu nehmen und kann sich auch mal ausruhen anstatt sich immer den ungesunden Leistungsdruck auszusetzen, der mich unter anderem erst in erster Linie krank gemacht hat? Ich versuche mein Leben gelassener und lockerer zu nehmen und versuche mir auch wirklich die Zeit zu nehmen die ich brauche und etwas zu finden was mir Spaß macht und lasse mich nicht von der Gesellschaft oder anderen Menschen unter Druck setzen 🙂

Ein echtes Vorbild :)

Ich habe neulich in der Klinik eine neue Freundin gefunden, die ich bewundere. Sie ist wahnsinnig authentisch und echt. Sie ist sie selber und hat so wie sie wirkt keine Angst davor was andere von ihr halten. Sie eckt deswegen öfters mit dem Personal an, aber sie ist halt einfach sie selber und trägt keine Maske.
Ich war früher sehr angepasst und ohne richtige Meinung. Das hat sich seit der Erkrankung geändert, ich habe mehr zu mir gefunden. Ich habe einfach das Bedürfnis entwickelt mehr zu meiner Meninung,zu meinen Gefühlen und zu mir selbst zu stehen. Ich will mich nicht verbiegen lassen und immer nur brav sein und das machen was andere von mir erwarten 🙂 ich habe vor mir selber treu zu bleiben, auch wenn es mal mit anderen aneckt 🙂 das ist mein Weg zur inneren Freiheit in einer Welt in der sovieles fake ist 🙂

More positivity :)

Mir ist in letzter Zeit aufgefallen, dass ich mich sehr darauf fokussiert habe, was alles schlecht läuft und habe dem Negativen viel Raum gegeben 🙂 ja ich wurde in letzter Zeit fast schon ein bisschen verbittert. Das ist nachdem was mir alles passiert ist nicht sehr erstaunlich, schließlich wurde ich fixiert und mir wurden einige andere schrecklichen Dinge angetan. Ich kenne mich aber nicht so negativ und wollte es jetzt ändern und positiver sein. Mir selbst und auch Anderen gegenüber. Ich will wieder verstärkt das Gute und Positive in Menschen sehen und optimistischer sein. 😉 Heute hab ich das versucht, mir einfach die guten Qualitäten von anderen bewusst gemacht und ich war viel glücklicher und es war irgendwie alles leichter 🙂 Auch habe ich gemerkt wie viele positive Eigenschaften meine Mitmenschen doch haben und meine positive Einstellung wurde mir auch zurück entgegengebracht 🙂 es gibt natürlich auch sehr negative Menschen oder Menschen zu denen ich keinen Draht finde, aber auf die will ich mich in Zukunft nicht konzentrieren. 🙂
Lg Lien

Who to trust?

Neulich fragte mich jemand, wem er auf der Welt noch vertrauen kann, außer sich selbst?
Das hat mich erstmal ziemlich zum Nachdenken gebracht.
Je älter ich werde, desto schwieriger fällt es mir Leuten zu vertrauen, weil ich wahrscheinlich zu oft enttäuscht wurde. Aber niemanden mehr zu vertrauen, stelle ich mir als ziemlich traurig und belastend vor, auch wenn ich auch mal Zeiten hatte, nachdem ich enttäuscht worden bin, wo ich niemanden vertraut habe. Auch hatte ich Zeiten, da dachte ich dass mir jeder was böses will, was ich nicht mehr habe. Mir fällt es nicht mehr schwer, über belastende Sachen zu reden oder Leuten mehr über mich anzuvertrauen, weil ich weiß dass das Schlimmste ist, dass sie dann vllt über mich Lästern werden oder schlecht über mich denken werden, aber damit komme ich gut klar, weil nicht jeder dich mögen kann und bei den meisten ist es nicht so dass sie dir was böses wollen. Aber vor allem habe ich das Gefühl, das Gespräche mit Psychologen helfen, weil sie einem eine ganz neue Sichtweise geben können. Aber wie kann man da der Person helfen dass sie da wieder ein bisschen mehr der Menschheit vertraut? Und ist es nicht schon ein Vertrauensbeweis mit mir darüber reden zu wollen denke ich? Habt ihr Tips wie ich der Person helfen kann und wie siehts bei euch aus, habt ihr auch Schwierigkeiten zu vertrauen?
Nachwort: ich habe mir nochmal Gedanken gemacht und ich glaube dass ich auch niemanden zu 100 Prozent vertraue, weil wir alle nur Menschen sind und demnach nicht perfekt, sodass man immer mal ausversehen verletzt werden kann, oder das vertrauen zerstört werden kann. Ich glaube aber, dass es einige Menschen gibt die nur gute Intentionen für dich haben.